Rheinlandliga 2018

Oberliga-Titel bleibt diesmal in Oberhausen

Nusret Becirovic auf dem Pauschenpferd beim Finalwettkampf. Foto: Frank Oppitz
Nusret Becirovic auf dem Pauschenpferd beim Finalwettkampf. Foto: Frank Oppitz

 

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Oberliga-Titel bleibt diesmal in Oberhausen

In einem bis zum letzten Gerät spannenden Wettkampf sicherte sich das KTTO/TC Sterkrade 69 die Meisterschaft in der Oberliga.

 

Das 13- Mann- starke Team stellte sich in heimischer Halle beim gemeinsamen Finale der Landes- und Oberliga dem Vorjahresmeister aus Mülheim, der KTV Ruhr- West. Trainer Sydnee Ingendorn war schon im Vorfeld klar, dass das eine enge Partie werden würde „Ich wusste, dass wir uns nicht viele Fehler gegen die Mannschaft von der KTV Ruhr- West leisten dürfen, die sich vor dem Finale noch mit einem Turner aus Bochum verstärkt hat.“

 

Zu Beginn galt es speziell am Boden, einem starken Gerät der Mülheimer, den Abstand möglichst gering zu halten. Mit Michael Donsbach als Startturner sollte dafür eine solide Basis geschaffen werden. Erstmals mit Doppelsalto vorwärts und rückwärts in seiner Übung brachte er den KTTO-Zug ins Rollen. Jacob Guthke musste als zweiter Turner eine Landung auf dem Hosenboden hinnehmen, was dem Team einige Punkte kostete. Sein Bruder Moses und Timo Balk lösten danach ihre Aufgaben souverän und hielten so die KTV mit 2,5 Punkten noch auf einem erreichbaren Abstand.

 

„Jetzt kam es aber drauf an, am Pauschenpferd die Nerven zu bewahren und nicht so einen katastrophalen Auftritt wie im vergangenen Jahr hinzulegen, der uns den Sieg kostete“, war Ingendorn die Wichtigkeit des zweiten Gerätes bewusst. Und seine Turner sollten die Nerven behalten: Drei Wertungen über 13 brachten KTTO zurück in den Wettkampf und aufgrund von Wacklern der KTV sogar leicht in Führung.

 

Die Ringe waren nach dem Wettkampf betrachtet der Schlüssel zum Erfolg für die Oberhausener Riege. Jacob Guthke, Luca Padalewski und nicht zuletzt Donsbach ermöglichten einen Gerätesieg mit 4,5 Punkten Vorsprung. Speziell Donsbach, der seine Meisterübung von den Jugendmeisterschaften 2017 präsentierte, löste mit 15,85 Punkten nicht nur ein Raunen bei den Zuschauern aus, sondern erturnte damit die Höchstpunkzahl in diesem Wettkampf. „Michael war in diesem Wettkampf das Zugpferd für das gesamte Team. Er konnte hier endlich wieder zeigen, wie wichtig er auch für die Bundesligasaison sein wird“, so Ingendorn.

 

Donsbach absolvierte erstmals wieder fünf Geräte. An Sprung und Barren waren es auch seine Leistungen, die dazu führten, dass die Gerätepunkte nur knapp an die Gäste gingen. Beim abschließenden Reckturnen galt es nun keine Angriffsfläche zu bieten, um die drei Punkte Vorsprung noch abgeben zu müssen.

Timo Balk, Moses und Jacob Guthke sowie Mika Newe zeigten alle eine solide Vorstellung am Reck und sicherten am Ende nervenstark den Titel mit 239,40 zu 236,45 Punkten für ihr Team.

 

So war die Freude bei Turnern, Trainer und Fans groß. „Das war schon ein heißer Ritt, aber es freut mich sehr, dass wir den Titel in heimischer Halle gewinnen konnten. Die Bundesligaturner haben auch phasenweise gezeigt, dass sie für die Liga im Herbst auf einem guten Weg sind“, erhofft sich der Ingendorn nun einen internen Konkurrenzkampf um die Plätze im Team der 2. Bundesliga.