Qualifikation für Deutschland-Cup

Grund zur Hoffnung gab es auch bei der Qualifikation für den Deutschland-Cup. Dort waren neben den drei Nachwuchshoffnungen Mika Newe, Alexander Goßrau und Paul Schneimann, auch die Bundesligaturner Nusret Becirovic, Moses Guthke, Jacob Guthke, Luca Padalewski und Timo Balk am Start. Newe sicherte sich souverän den Sieg in der jüngsten Altersklasse. Obwohl noch ein Jahr zu jung, kam Alexander Goßrau auf Platz drei. Paul Schneimann, der jüngste Starter wurde mit zehn Jahren am Ende Fünfter.

 

 

Becirovic sicherte sich Bronze in seiner Altersklasse. Jacob Guthke turnte sich nach einem starken Wettkampf auf den zweiten Platz bei den Männern. Timo Balk und Luca Padalewski kamen auf Platz vier und fünf. Moses Guthke folgte auf Platz neun. Doch neben den Platzierungen war für den Trainer entscheidend, dass „man sehen konnte, wo wir für die Bundesliga neben den etablierten Turnern gut aufgestellt sind und wo noch Potenzial liegt.“ 

 

 

 

Der Deutschland-Cup findet am 10. Juni in Delitzsch statt.

Gemeinschaftlicher Jahresabschluss

Juniors- Cup wieder in gelungener Abschluss für Turnerinnen und Turner

Wieder einmal geht ein Turnjahr beim Kunstturnteam Oberhausen im TC 69 zu Ende. Ein erfolgreiches, aber auch nervenaufreibendes Jahr. Beendet wurde dieses traditionell mit dem Juniors- Cup. Die Turnerinnen und Turner des KTTO bzw. des Turnverbandes Rechter Niederrhein turnten wieder ihre Verbands- und Stadtmeister aus. „Es geht auch um Titel und Leistung, klar, aber der Fokus liegt eigentlich auf der Gemeinschaft.“ Sieht Trainer Sydnee Ingendorn in dieser Veranstaltung mehr als nur den reinen Wettkampf. Der Juniors- Cup ist vielmehr eine Veranstaltung für die ganze Familie. Viele Eltern und Verwandte sehen ihre Kinder das erste Mal in einem Wettkampf und für die ganz Kleinen ist es aufregend an den Geräten zu turnen, wo sie sonst nur ihre Vorbilder aus der 2. Bundesliga sehen. Aber natürlich sehen alle Zuschauer auch sehr ansprechende Leistungen. Allen voran Mika Newe. Die 11 jährige Nachwuchshoffnung des KTTO, legte an diesem Wochenende ein Mammutprogramm ab. Wie seine Teamkollegen Alexander Goßrau, Jannick Müller und Nusret Becirovic, turnte er am Samstag noch beim internationalen ZAG- Cup in Hannover (Teamwertung Platz 7) um sich nur wenige Stunden später sich beim Juniors-Cup zu behaupten. Am Ende mit Erfolg. Der sechste Platz von 30 Teilnehmern bei einem internationalen Wettkampf war ein Fingerzeig und auch das Auftreten beim Juniors- Cup ließ die Trainer positiv in die Zukunft blicken. Mit Mika (11), Alexander (10), Paul und Nick (beide 9) hat das Turnteam aus Oberhausen vier starke Talente in den eigenen Reihen von denen sich das Trainerteam in Zukunft noch viel verspricht. Doch vier Talente machen keinen Verein oder eine Abteilung aus. Es ist die Basis auf die es ankommt. „Wir brauchen unsere Turnschule, Breiten- und Leistungssport, sowie unsere Mannschaften in Ober- bzw. Bundesliga. Das ist eine Gemeinschaft auf die alles aufbaut. Nicht umsonst heißt das Motto für 2018 „Gemeinsam angreifen!“ sieht Ingendorn hier viele Zahnräder, die ineinander greifen müssen.

 

 

Der Juniors- Cup selbst mit über 50 Turnerinnen und Turner war wieder einmal ein runder Jahresabschluss, der sich großer Beliebtheit erfreut. So musste bei den Turnerinnen ein Anmeldestopp ausgesprochen werden um den Wettkampf nicht zu langatmig werden zu lassen. Sydnee Ingendorn vergisst dabei auch nicht die Helfer im Hintergrund: „Das ist eine tolle Entwicklung. Es ist auch einfach ein gelungener Jahresabschluss. Nicht zuletzt auch, weil der Förderverein des KTTO so gute Arbeit leistet und uns der Turnverband sehr gut unterstützt bei unseren Wettkämpfen. Es kommt eben auf die Gemeinschaft an, wie gesagt.“

 

Nun gehen die Turner in die Winterpause, bevor es im kommenden Jahr wieder mit der Oberliga los geht. 2018 können sich die Oberhausener Turnfans auf mehr Wettkämpfe in eigener Halle freuen. Neben den Ligawettkämpfen, findet zudem das Oberligafinale und die Qualifikation für den Deutschland- Cup in der HBG- Halle statt. Doch bis dahin wird im Training noch gemeinschaftlich die eine oder andere Trainingsstunde absolviert werden.

 

Turnnachwuchs erfolgreich

 

Eine neue Generation nimmt Anlauf beim KTTO

 

Da stand er das erste Mal ganz oben auf dem Treppchen. Paul Schneimann, vor kurzem erst neun Jahre alt geworden, stellte sich bei den NRW- Nachwuchsmeisterschaften der gleichaltrigen Konkurrenz und ließ alle hinter sich. Mit einer guten Leistung sicherte sich der junge Turnschüler am Ende Platz eins. Aber Paul ist nicht die einzige Nachwuchshoffnung des KTTO im TC Sterkrade. Trainer Sydnee Ingendorn hat davon gleich Vier in seiner Trainingsgruppe. Der ebenfalls neunjährige Nick Renner konnte bei selbigem Wettkampf einen guten fünften Platz erturnen. „Für Nick freut es mich besonders, dass er sich der Konkurrenz stellen konnte. Nach seinem Schlüsselbeinbruch ist er ist wieder seit fünf Wochen im Training. Auf seiner Leistung kann man jetzt aufbauen.“ War Trainer Sydnee Ingendorn über die gezeigte Leistung seines Turnschülers sehr zufrieden. In einer Altersklasse höher konnte sich der dritte im Bunde Alexander Goßrau (10) Silber um den Hals hängen lassen. Damit belegten alle drei Turner einen Top 5 Platz. Der Trainer ist mit der Entwicklung seiner Turner zufrieden „Die Vorbereitung war eigentlich nicht optimal. Verletzungen, Erkältungen und Urlaube in den Herbstferien machten die Vorbereitung schwierig. Aber dafür haben sich die drei sehr stark präsentiert. Das motiviert die Jungs und auch mich für das weitere Training.“

 

Mika Newe (11), der ebenfalls in seiner Altersklasse um den Sieg geturnt hätte, musste leider aufgrund einer Bronchitis seinen Start absagen. Enttäuscht und traurig wünschte er seinen drei Jüngeren Mannschaftskollegen, aber viel Erfolg für den Wettkampf. Anscheinend mit Erfolg. Für Mika ist dies jedoch nicht das Ende der Turnsaison. Am 16.12. startet er zusammen mit weiteren Mannschaftskoellegen beim ZAG- Cup, einem internationalen Wettkampf in Hannover.

 

Das #teambananas, wie es in KTTO- Kreisen gerne genannt wird und sich an dem Film Minions orientiert, ist auf einen sehr guten Weg, in der Zukunft für weitere Erfolge im Jugendbereich zu sorgen. Darüber hinaus wird es ab 2018 wieder eine neue Turnschulgruppe mit fünfjährigen geben. „Die Jungs sind ein tolles Team und motivieren sich gegenseitig. Wir haben eine tolle Stimmung beim Training. Und von unten kommen auch wieder neue Talente nach. Ich sehe dem Projekt Nachwuchsförderung positiv entgegen.“ So Ingendorn über die Vereinsinterne Nachwuchsförderung.

 

Aber auch in der Basis eines Jeden Vereins, dem Breitensport, turnt das KTTO gut mit. So konnte zwei Teams beim Landesfinale der P- Mannschaften jeweils Bronze gewinnen.

 

Donsbach bleibt Meister der Ringe

16 Jähriger Oberhausener schafft seltenen Titelhattrick am Paradegerät

 

Ganz schön imposant stellte sich die Max- Schmeling- Halle in Berlin dar. Die Mehrzweckhalle in der sonst Bundesligaspiele im Volleyball oder Handball durchgeführt werden, war im Rahmen des Deutschen Turnfestes nun Austragungsort der nationalen Titelkämpfe der Junioren und Senioren im Gerätturnen. Mit dabei auch der 16 Jährige Oberhausener Turner des KTTO/ TC Sterkrade 69 Michael Donsbach in der AK 15/16. Der bis dato vierfache Deutsche Meister hatte sich viele Wochen auf dieses Ereignis vorbereitet und fuhr dann doch mit ein paar Fragezeichen nach Berlin. Denn Donsbach ereilte genau eine Woche vor dem ersten Wettkampf eine fiebrige Grippe, die ihn vier Tage lang ans Bett fesselte. „Das war schon eine Hiobsbotschaft. Ein Infekt direkt vor einem Wettkampf wirft deine Planung über Bord.“ War Trainer Sydnee Ingendorn ein wenig betrübt im Vorfeld der Deutschen Jugendmeisterschaften.

 

Trotzdem konnte Michael Donsbach noch zwei Trainingseinheiten vor der Abfahrt nach Berlin absolvieren und ging fast genesen am Dienstag in den Pflichtdurchgang. Seine beiden Paradegeräte Ringe und Barren gelangen souverän und er fand sich am Ende des Tages auf Platz zwei wieder, was wiederrum eine gute Ausgangsituation für die Kür und einen Finalplatz darstellte. In der Kür dann der kleine Einbruch. Ungewohnt wackelig an den Ringen konnte er seine Kür einigermaßen durchbringen. Doch am Barren ereilte den Oberhausener dann, den aus dem Radsport bekannte, Hungerast. „Das habe ich noch nie gesehen bei Ihm. Er war mitten in der Barrenübung total platt. Das war nach der Grippe dann einfach zu viel. Bei einer Deutschen Meisterschaft und diesem hohen Niveau musst Du alles rausholen was du hast, sonst bist du weg, “ sah Ingendorn hier keine Fehler bei seinem Turner, sondern in den unglücklichen Umständen aus der vergangenen Woche.

 

Somit stand am Folgetag für den zweimaligen Meister an den Ringen, selbiges Gerät im Finale an. Motiviert den Kampfrichtern zu zeigen, dass der Deutsche Meister von 2015 und 2016 immer noch meisterhafte Qualitäten besitzt, ging es in die Geräteentscheidung. Als letzter der besten Acht aus dem Vorkampf konnten sich Trainer und Turner die Konkurrenz in Ruhe ansehen und Vorlegen lassen. Der Erste und Zweite aus dem Mehrkampf zeigten hochwertige Übungen und entsprechende Endwerte (12,90 und 12,50 Punkte). Ingendorn war klar „Die Übung muss sitzen. Ohne Wackler.“ Denn der Trainer entschied sich die Übung ein wenig abzuspecken um sich die Medaille über die bessere Ausführung zu sichern. „Man kriegt hier in den Tagen schnell mit, wie die Kampfrichter ticken. Michael alles zeigen zu lassen was möglich wäre, hätte am Ende nur mehr Abzüge bedeutet.“

Also musste Donsbach abliefern, und er lieferte ab. Sämtliche Schwünge auf den Punkt, die Krafthalten in perfekte Endlagen und den Abgang ohne Wackler. „Da wusste ich sofort, dass das mindestens Silber ist. Aber ich hoffte natürlich auf Gold.“ Gab der Trainer seine Hoffnungen ehrlich zu. Banges Warten vor der elektronischen Anzeigetafel auf die Wertung. Dann leuchtete die Wertung auf: 13,150 Punkte. Gold. Der Trainer musste seiner Erleichterung erst einmal Luft machen und auch Michael Donsbach war die Erleichterung nach den letzten Tagen anzusehen.

 

 

Damit gewinnt Donsbach seinen dritten Meistertitel in Folge an den Ringen, was durchaus eine Seltenheit auf diesem hohen Leistungslevel ist, und den fünften Titel insgesamt. „Einfach nur Wahnsinn. In Oberhausen freuen sich jetzt alle auf die kommende Woche, wenn Michael dann in der Bundesliga seine Übung präsentieren wird.“ Freute sich Ingendorn mit dem Ausblick auf nächste Woche. Denn dann steigt in der HBG- Halle um 15 Uhr der erste Wettkampf der 2. Bundesliga 2017, aber dann mit einem neuen und alten Goldjungen aus Oberhausen.

Zweimal Silber beim Deutschland- Cup

Balk und Müller gewinnen trotz Verletzung beide Silber

 

Neben den Titelkämpfen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften mit Michael Donsbach, ging es beim Turnfest in Berlin auch beim Deutschland- Cup um die nationalen Medaillen. Das in Fachkreisen als Deutsche B- Meisterschaft betitelte Turnier zeigte auch in diesem Jahr wieder einen enormen Leistungsanstieg im Teilnehmerfeld. „Der Deutschland- Cup hat vom Niveau stetig zugenommen. Hier darfst Du dir bei Medaillenambitionen nicht viele Fehler erlauben.“ Sieht Trainer Sydnee Ingendorn diesen Wettkampf nicht als Selbstläufer für seine Turner an.

 

 

Vom KTTO/ TC Sterkrade 69 traten Jannick Müller und Bundesligaturner Timo Balk an. Die beiden Oberhausener Turner, die souverän ihre Qualifikation im Landesverband gewinnen konnten, gingen gut vorbereitet in den Wettkampf. Doch manchmal schützt die gute Vorbereitung nicht vor Verletzungen. Jannick Müller laboriert an Beschwerden in beiden Handgelenken, die ihn durchaus im Wettkampf belasteten. Timo Balk indes zog sich eine Knieverletzung direkt am ersten Gerät zu. Beim Abgang am Barren, der vor zwei Jahren zum Kreuzbandriss bei Kai Berner führte, verdrehte sich Balk ebenfalls das Knie. Der dortige Arzt schloss bei erster Betrachtung vorerst schlimmeres aus und gab ihm grünes Licht weiter zu turnen. Mit getapten Knie turnte Timo Balk kämpferisch seinen Sechskampf durch und holte am Ende wie sein Teamkollege Silber und damit die Vizemeisterschaft. „Das ist toll, wie die beiden trotz Problemen noch beide Zweiter werden konnten. Bei Timo müssen wir jetzt die kommenden Tage abwarten. Wenn er zurück in Oberhausener ist, wird sich nochmal unser Mannschaftsarzt Dr. Roland Weidenbach das Knie ansehen. Dann sehen wir weiter. Hoffen wir das Beste.“ Freute sich der Trainer über die Medaillen, auch wenn nun Timo Balk mindestens für die beiden Auftaktwettkämpfe nächste und übernächste Woche in der Bundesliga auszufallen droht.