Mit einer weißen Weste in die WM- Pause

 

KTTO/TC 69 gewinnt das Revierderby deutlich mit 61 zu 17 und bleibt Tabellenführer

 

Der KTTO- Zug rollt weiter und weiter. Auch das nahegelegene Turnzentrum aus Bochum konnte den bisherigen Tabellenführer der 3. Bundesliga ebenfalls nicht bremsen. Mit einer ambitionierten und starken Teamleistung holen sich die Oberhausener Turner den Sieg im Revierderby deutlich und verdient mit 61 zu 17 Scorepoints.

 

Der Auftakt am Boden ging wieder einmal mit einer ausgeglichenen Leistung an das KTTO mit 7 zu 4. Durchaus hätte der Boden auch zu null gewonnen werden können, doch leider musste Moses Guthke im letzten Duell in seiner ersten Akrobatikbahn mit den Händen auf den Boden greifen. Doch der Sieg an diesem Gerät wurde im Vorfeld durch seinen Teamkollegen Matthias Steinkamp, Jacob Guthke und einem bärenstarken Jermain Grunberg eingefahren. Aus der Analyse im Vorfeld des Wettkampfes war Teamchef Sydnee Ingendorn durchaus bewusst, dass die Bochumer eher ihre Stärken an den ersten drei Geräten hatten und so nun am Pauschenpferd und den Ringen absolut Konzentration gefordert war. „Was wir dann abgeliefert haben war großer Sport und extrem gute Nervenstärke.“ War der Trainer von seiner Mannschaft überzeugt.

 

Am Pauschenpferd konterte das KTTO auf die ersten beiden Übungen der Gastgeber aus Bochum direkt mit starken Vorführungen von Matthias Steinkamp und Tim Goedkoop. Kai Berner sollte mit der am Ende stärksten Pferdübung des Tages stark vorlegen und der Debütant Nusret Becirovic zeigte noch einmal zum Schluss eine solide Übung, dessen Gegner mit einem Absteiger letztendlich keine Chance hatte. Das klare Ergebnis von 14 zu 0 war ein Fingerzeig des KTTO. Mit dieser hohen Motivation ging es an die Ringe Kai Berner und Tim Goedkoop legten mit zwei sehr eleganten Übungen vor gegen die das TZ Bochum nicht die entsprechenden Antworten hatte und vier bzw. einen Scorepunkt abgaben. Im dritten Duell präsentierte sich Luca Padalewski in diesem Wettkampf etwas wackelig und musste an seinen Gegner drei Scorepunkte abgeben. Doch am Ende des Gerätes zeigte Michael Donsbach mit einer starken Ringeübung, dass auch dieses Gerät in Oberhausener Hände bleibt. Endstand Ringe 10 zu 3.

 

„Pferd und Ringe liefen sehr gut. Wir konnten uns jetzt eigentlich nur noch selbst schlagen. Aber genau das ist der Punkt an dem ich mit der Mannschaft noch arbeiten möchte. Jetzt darfst Du nicht hingehen und 10% nachlassen. Das habe ich den Jungs nochmal vor der Einturnpause mit auf dem Weg gegeben.“ War Sydnee Ingendorn sichtlich zufrieden mit dem Zwischenstand, hat aber eine klare Idee was die Entwicklung der jungen Turner in so einem Wettkampf betrifft.

 

Nach der Pause passierten dann die ersten Flüchtigkeitsfehler. Jermain Grunberg und Jacob Guthke starteten stark am Sprung, doch Moses Guthke und Matthias Steinkamp waren an diesem Gerät nicht so präsent und sicher wie in den ersten beiden Wettkämpfen. „Moses zeigte einen sehr einfachen Sprung, weil der Anlauf nicht passte. Das kann Dir passieren, bricht Dir aber in einem engeren Wettkampf das Genick. Genau das sind diese Entwicklungen, an denen in der Saison gearbeitet werden müssen.“ So endete der Sprung verdient mit einem 6 zu 6 unentschieden.

 

Zu Beginn des Durchgangs am Barren setzte sich diese Unsicherheit fort. Jacob Guthke zeigte, nach einer bis dato sehr sauberen Übung, eine ungeplante Rolle rückwärts. Mit nur einem verlorenen Scorepunkt blieb die Ausbeute der Bochumer jedoch gering. Mit einer wieder einmal starken Übung von Michael Donsbach brachte der 18- jährige sein Team wieder auf ruhigere Fahrwasser. Drei Scorepunkte für seine Mannschaft. Danach musste wieder das Turnzentrum aus Bochum vorlegen und mit Luca Padalewski sowie Jermain Grundberg hatte Trainer Sydnee Ingendorn genau die beiden richtigen Turner in der Hinterhand. Im ersten Duell sicherte sich Luca Padalewski zwei Scorepunkte und Jermain Grunberg erturnte nochmal starke vier Scorepunkte. „Die Übung von Jermain am Barren war der Knaller des Tages. Dafür alleine lohnt es sich schon zum nächsten Heimwettkampf unseres Teams zu kommen.“ War Ingendorn begeistert von der Vorführung des 19- jährigen Niederländers.

 

Am Ende stand mit 9 zu 1 wieder ein sicherer Gerätesieg zu buche und das Königsgerät sollte nun nicht mehr wettkampfentscheidend sein. Trotzdem wollten die Oberhausener am Ende auch diese Gerätepunkte mit nach Hause nehmen. Moses Guthke erturnte nach einer guten und im Grunde besseren Übung als sein Kontrahent nur ein Unentschieden. Matthias Steinkamp brachte im Anschluss jedoch mit fünf Scorepunkten das KTTO wieder auf die Siegestraße am Reck. Michael Donsbach präsentierte eine gute Übung, verlor sein Duell jedoch zurecht gegen eine etwas bessere Übung von Artur Sahakyan. Doch wieder einmal sollte es Jermain Grunberg sein, der mit einer sicheren Reckübung den Gerätesieg sichern sollte. Die Reckübung von Jermain Grunberg schien die Gastgeber so einzuschüchtern, dass der junge Lukas Herich erst gar nicht am Gerät antrat. „Das man keinen Turner einsetzt, auch wenn man den Gegner nicht schlagen kann, finde ich nicht gut. Muss man aber am Ende selber wissen, ob man einen Heimwettkampf so beenden möchte.“ Fand Ingendorn den Wettkampfabschluss etwas enttäuschend. Kein Gegner bedeutete dann auch den seltenen Gewinn von 10 Scorepunkten auf dem KTTO- Konto.

 

In einem zu jederzeit fairen Revierderby mit einer guten Atmosphäre in der Wettkampfhalle sicherte sich das KTTO den dritten Sieg im dritten Wettkampf. Mit einem noch dazu sehr guten Ergebnis bei den gewonnenen Geräten stehen die Oberhausener Turner vor der WM- Pause souverän an der Tabellenspitze. Da stellt sich die Frage an Sydnee Ingendorn, wo die Reise am Ende hingehen soll. „Wir können natürlich unsere Favoritenrolle auf den Meistertitel in der 3.Bundesliga Nord derzeit nicht wiedersprechen. Doch ich sehe eher das Entwicklungspotenzial, das wir noch haben. Meine Ziele in der drei Wöchigen Pause sind die Stabilität zu verbessern und die Ausgangswerte stellenweise erhöhen. Was das am Ende Wert sein wird, sehen wir dann.“

 

Ob die entsprechenden Entwicklungen auch eingetreten sind, können die Turner dann am 19.11. in eigener Halle gegen den Tabellendritten aus Karlsruhe unter Beweis stellen. Vor vollen Rängen wollen die KTTO- Turner dann weiter auf der Erfolgswelle reiten.

 


KTTO dominiert in eigener Halle

 

Oberhausener Turner gewinnen gegen überforderte TSG Sulzbach mit 70 zu 7

 

 

So richtig wollte die bekanntlich heiße Stimmung im eigens genannten Hexenkessel des KTTO im TC 69 nicht aufkommen. Zu dominant war die Leistung der Turner aus Oberhausen gegenüber den Gästen von der TSG Sulzbach in der 3. Bundesliga, so dass der Eindruck aufkam, den hiesigen Zuschauern war es schon fast ein wenig unangenehm.

Doch das Team um Teamchef Sydnee Ingendorn ließ sich von der deutlichen Führung nicht von dem Weg abbringen jedes Gerät mit voller Konzentration anzugehen und den jeweiligen Turner mit voller Energie und voller Inbrunst anzufeuern. Dies übertrug sich dann auch wieder auf das Publikum. „Natürlich ist so ein Wettkampf nicht von Spannung und Nervenkitzel geprägt, aber genau in dem Moment lernen die Turner trotzdem fokussiert bleiben zu müssen um am Ende nicht unnötige Gerätepunkte zu verschenken. Und sie haben sich jedes Gerät und Turner für Turner unheimlich gepusht. Das überträgt sich dann auch auf die Zuschauer, die natürlich auch etwas aufgrund des Punktestandes mitfühlend waren mit dem Gegner.“

 

Zur guten Stimmung trug auch Mirco Osting bei, der erstmals als Moderator durch den Wettkampf führte und mit interessanten Fragen an die Turner, die Wertungspausen lustig und informativ überbrückte.

 

Der beginnende Durchgang am Boden sollte sich neben dem Barren noch als eines der spannenden Duelle herausstellen. Mit 7 zu 4 ging dieses Gerät relativ knapp an die Heimmannschaft, wobei die vier Scorepunkte auf Seiten der TSG Sulzbach ein kleines Gastgeschenk durch eine total verturnte Übung von Michael Donsbach war. Moses und Jacob Guthke legten nochmal bei ihrem Schwierigkeitsgrad der Übungen zu und Bram Verhofstad ließ seine ganze Routine aufblitzen und sicherte sich souverän die Punkte.

 

Am Pauschenpferd und an den Ringen sollte dann der Klassenunterschied gegen die geschwächt angetretenen Gäste deutlich werden. Mit einem deutlich besseren Pferddurchgang als letzte Woche in Isselhorst ging dieses Gerät mit 18 zu 0 an das KTTO und auch an den Ringen konnten die Gäste keinen Blumentopf gewinnen. Gegen jede Übung aus Sulzbach hatte das KTTO den passenden Gegner parat. Ein Highlight sicherlich die Ringe Übung von Michael Donsbach, der nach seiner verkorksten Bodenübung, hier ein wahres Ausrufezeichen setzte.

 

Somit ging es mit einem Zwischenstand von 39 zu 4 in die Pause.

 

Auch am Sprung waren die Hausherren klar überlegen. Auch hier legten die Brüder Guthke nochmals einen oben drauf und konnten souverän punkten. Matthias Steinkamp sprang gekonnt wie immer und auch Michael Donsbach, der aufgrund von Achillessehnenprobleme bei Bram Verhofstad, spontan in den Sprung geschickt wurde, punktete gegen seinen Kontrahenten.

 

Das spannendste Gerät in diesem Wettkampf war der Barren. Hier zeigte sich Sulzbach etwas stabiler. Tim Goedkoop und Jacob Guthke hatten ein wenig in ihren Übungen zu kämpfen, so dass es nach den ersten beiden Duellen 0 zu 1 für die Gäste stand. Doch eine sehr saubere Übungen von Luca Padalewski und ein selbstbewusste Vorführung von Michael Donsbach, brachten am Ende den Gerätesieg von 6 zu 1.

 

Beim abschließenden und nicht mehr Wettkampfentscheidenden Reckturnen erhielt Luca Padalewski den Vorzug vor Bram Verhofstad. Alle KTTO- Turner brachten ihre Übungen gut zu Ende und sollten von den Gästen nur sporadisch gekontert werden können. Am Ende 12 zu 2.

 

„Dieser Wettkampf war eine Demonstration. Ja. Aber es liegt doch erst einmal bei uns die Übungen so zu erarbeiten im Training und sie dann auch so zu präsentieren. Die schweren Gegner warten jetzt in den kommenden Wochen auf uns. Das werden spannenden Begegnungen auch in eigener Halle werden. Da brauchen wir so eine Leistung wie heute und auch die Unterstützung der Fans. Aber ich bin natürlich happy jetzt erstmal zwei Siege im Sack zu haben. Klar.“ Geht der Blick von Ingendorn schon in die Richtung der kommenden Aufgaben.

 

Der nächste Härtetest wartet kommende Woche in Bochum beim dortigen Turnzentrum auf die KTTO- Turner. Im Derby wollen beide Teams am Ende die Punkte auf ihrem Konto wissen und werden weites gehend alles in die Waagschale werfen. „Eines der wenigen Wettkämpfe, wo ich alle Turner kenne. Deswegen weiß ich auch, dass wir mit harter Gegenwehr rechnen müssen. Wir dürfen keine Fehler machen in Bochum und taktisch ganz geschickt agieren. Natürlich will ich gewinnen.“ Geht Ingendorn motiviert an das Derby.

 


Auftaktsieg

KTTO gewinnt am Ende klar mit 51 zu 27 gegen den TV Isselhorst

  

"Ich bin sehr happy, dass wir den ersten Wettkampf gewinnen konnten. Das gibt den Jungs eine dicke Portion Motivation. Aber es war ein schwerer Weg. Das Ergebnis spiegelt nicht den Wettkampf wieder." War Trainer Sydnee Ingendorn sichtlich erleichtert nach dem ersten Wettkampf gegen den TV Isselhorst.

 

 Der Halbzeitstand von 21 zu 19 Scorepunkten für die Oberhausener lässt schon eher erahnen wie spannend es im Wettkampf zugegangen ist. Das KTTO startete mit vier starken Übungen am Boden und konnte verdient das Gerät mit 9 zu 4 für sich entscheiden. Nachdem am Pauschenpferd "Oldie" des Teams Matthias Steinkamp dem starken lettischen Gastturner Ivanovs nur einen Scorepunkt überlassen musste, begann das Zittern bei den übrigen Mannschaftskameraden. Kai Berner gab durch einen vereinfachten Abgang Oliver Ritter die Chance zu Punkten und in einem entscheiden Duell auf Position drei musste Tim Goedkoop unfreiwillig das Gerät verlassen und Punkte abtreten. Im letzten Duell gewann Luca Padalewski nochmal wichtige vier Zähler, trotz Sturz vom Gerät. „So war das natürlich nicht eingeplant. Ich hatte mir einen Sieg und zudem ein kleines Punktepolster nach der Analyse erhofft.“ Ging der Plan vom neuen Teamchef des Teams Sydnee Ingendorn nicht nach Plan auf.

 

Das Ringe Duell der beiden Teams ging mit 8 zu 7 knapp an das KTTO, wobei Ingendorn hier ein wenig mit den harten Abzügen des Kampfgerichtes gegenüber Luca Padalewski und im Vergleich vom lettischen Gastturner zu Michael Donsbach zu kämpfen hatte.

 

Nochmals eingeschworen für die zweite Wettkampfhälfte, gab ein 10 zu 4 Erfolg am Sprung, den KTTO- Turnern nochmals einen Schub für ein wichtiges Duell am Barren. Hier zeigte sich aus der vergangenen Saison, dass der TV Isselhorst hier sehr stabil agiert.

 

Jacob Guthke konnte mit einer sehr eleganten Ausführung einen Scorepunkt gewinnen und Jermain Grundberg konnte, trotz einigen Wacklern ebenfalls zwei Scorepunkte für sich entscheiden. Luca Padalewski griff dann beim Abgang mit den Händen zum Boden und musste so nach einer guten Übung von Oliver Ritter an diesen vier Punkte abtreten.

 

Eines der entscheidenden Duelle im Wettkampf fand dann statt zwischen Michael Donsbach, Deutscher Jugendmeister am Barren 2015, und dem lettischen Gastturner Oleg Ivanovs (Nationalmannschaft). Donsbach rutschte ab und verließ das Gerät. Ivanovs aber saß auf dem Barren und legte zudem noch eine ungeplante Rolle rückwärts nach seinem Abgang auf das Parkett. Zwei Scorepunkte für Donsbach, zwei Punkte für das KTTO und ein gutes Polster für das abschließende Reckturnen.

 

Am Reck zeigte sich, dass das KTTO hier am Ende einfach besser aufgestellt war und sich keine Fehler mehr leistete. Speziell die starke Reckübung vom Holländer Jermain Grunberg setzte nochmal einen schönen Schlusspunkt auf diesen Auftaktsieg. Das klare Ergebnis von 15 zu 0 machte dann auch die täuschende Dominanz im Endergebnis aus.

 

"Ich bin zufrieden mit dem Einstieg in die Saison und dem Sieg, klar. Aber ich bin nicht zufrieden mit unserem Auftreten am Pferd und mit den eigens verschuldeten Abzügen am Barren. Das muss besser werden in den kommenden Wettkämpfen. Aber den jüngeren Turnern muss man das zugestehen. Wir sind aber nun definitiv noch heißer auf unseren ersten Heimwettkampf gegen Sulzbach. Die Jungs freuen sich auf die geile Stimmung zu Hause" freut sich Teamchef Sydnee Ingendorn auf die Heimpremiere in Liga drei.

 


Jetzt erst recht

 

Oberhausener Turner vor motiviertem Start in der 3. Bundesliga

 

2018. Die Niederlage gegen die KTV Koblenz besiegelt den Abstieg des KTTO / TC 69 in die 3. Bundesliga.

Mirco Osting und André Sauerborn geben ihren Abschied bekannt und auch Cheftrainer Siegfried Ingendorn will nach über 30 Jahren Bundesligageschehen den Fokus mehr auf die eigene Turnschule richten. Veränderungen sind unumgänglich.

 

Knapp zehn Monate später steht der neue Teamchef des Bundesligateams vor seinen „Jungs“ um Sie noch einmal bei einem gemeinsamen Teammeeting für die neue Saison in Liga drei anzuheizen, Motivation zu schüren und an der Ehre zu packen.

 

Obwohl Sydnee Ingendorn schon in den vergangenen Jahren und nicht zuletzt auch in der Oberliga 2019 ein Stück mehr das Zepter in der Hand hatte, so ist es das erste Jahr, dass Ingendorn Junior nun die komplette Verantwortung übernehmen wird. Doch für ihn ist das auch das Erreichen eines Ziels nach einer langen Reise „Ich habe als kleiner Junge erst auf der Tribüne gesessen, dann durfte ich irgendwann die Wertungen hochhalten, was damals für mich riesig war, anschließend mich auch ein wenig als Turner beweisen und nun bin ich Teamchef des Bundesligateams. Das ist für mich eine sehr emotionale und erfolgreiche Reise. Ich bin hoch motiviert.“ Doch so sagt er, wird er sich auch weiterhin mit seinem Vater austauschen und auf seine Erfahrung aus drei Jahrzehnten Bundesliga bauen. „Ich werde nicht unfehlbar sein und werde vielleicht auch mal einen Fehler machen in der Taktik, aber ich werde mich so gewissenhaft und genau auf unsere Gegner vorbereiten wie eben möglich. Daher ist mir in dieser Vorbereitung der Austausch sehr wichtig.“

 

Auch in der Mannschaft treten nun neue und alte Gesichter mehr in die Verantwortung. Die beiden Mannschaftskapitäne Matthias Steinkamp und Kai Berner werden durch ihre Erfahrung die jüngeren Turner führen. Sie sind die beiden einzigen Turner, die noch aus dem Aufstiegsteam in die zweite Bundesliga 2008 übrig geblieben sind und so auch hier auf eine lange Bundesligazeit zurückblicken können. Speziell „Mr. Zuverlässig“ Matthias Steinkamp soll durch seine Beständigkeit der Mannschaft Rückhalt geben, denn auf den weiteren Positionen werden die jüngeren Turner nun für die entscheidenden Punkte sorgen müssen. Natürlich allen voran Michael Donsbach. Der 18 Jährige Jungstudent wird nach fünf Mal Gold und zuletzt der Bronzemedaille bei Deutschen Jugendmeisterschaften ein wichtiger Garant für den Saisonverlauf sein. Doch es wird nicht nur an Donsbach hängen, wo die Reise hingeht. Auch Luca Padalewski wird mehr Einsätze bekommen als in den Jahren zuvor. Ebenso sind auch die beiden Brüder Moses und Jacob Guthke ein wichtiger Baustein im System von Sydnee Ingendorn. Speziell Jacob Guthke soll nach seinem Verletzungspech im vergangenen Jahr, ein stückweit die Lücke schließen, die Mirco Osting und André Sauerborn hinterlassen haben. „Jacob hatte im vergangenen Jahr großes Pech. Er hatte sich im Abschlusstraining verletzt und musste sogar an der Schulter operiert werden. Ihm wünsche Ich sehr, dass er endlich einmal eine komplette Saison die Leistungen erbringen kann, die er sich vornimmt. Das wäre auch wichtig für unser Team.“

 

Weiter zur Mannschaft gehören auch der zweimalige Deutschland- Cup Sieger Nusret Becirovic, Mark Shimizu, Tim Muscheid und Timo Balk. Diese Turner zeichnen sich als Spezialisten an einigen Geräten aus und sollen je nach Gegner ihre Chance bekommen. „Jeder im Team hat die Chance eingesetzt zu werden und ich würde mich freuen, wenn sie mir die Entscheidung möglichst schwer machen, wer am Ende turnen soll.“ Freut sich der Trainer auf den internen, kollegialen Kampf um die Geräteinsätze im Saisonverlauf.

Erfreulich für Verein und Zuschauer ist, dass die Unterstützung der Turner aus dem niederländischen Den Bosch auch in Liga drei fortgeführt wird. Der 19- jährige Jermain Grundberg wird zusammen mit Tim Goedkoop, die Oberhausener unterstützen. „Jermain brennt richtig auf die Saison. Er hat im letzten Jahr mit uns in Heidelberg geturnt und ist nun Feuer und Flamme. Er wird uns viel Freude bereiten.“ Freut sich Ingendorn wieder über die Unterstützung der befreundeten Turner aus Den Bosch. Und selbst Bram Verhofstad soll je nach Leistungsvermögen an einigen Wettkämpfen von der Partie sein. „Das wäre natürlich der Hammer für uns und die Zuschauer. Ich hoffe, dass er seine Verletzungsmisere aus diesem Jahr noch früh genug ablegen kann.“

 

Doch was sind nun eigentlich die Ziele für das KTT Oberhausen in dieser Saison? Aufstieg? „Wir sollten vorsichtig sein solche Ziele auszusprechen, nachdem es nun doch zu so einem Umbruch im Team gekommen ist. Der Altersschnitt beträgt gerade einmal 21 Jahre. Hinzukommt, dass die Liga und die Mannschaften für mich sehr unbekannt sind. Deswegen wird der erste Wettkampf schon ein stückweit richtungsweisend sein.“ Gibt sich Ingendorn vorsichtig.

 

Der erste Wettkampf führt die Oberhausener zum TV Isselhorst nach Gütersloh. Die Mannschaft aus Westfalen musste im vergangenen Jahr als Letzter in die Relegation und konnte dort den Platzt in der 3. Bundesliga halten. Doch sollte man sich nicht von diesem Vorjahresergebnis beirren lassen. Die Turner aus Isselhorst haben auch einen Wettkampf gewinnen können und hatten zuweilen in anderen Wettkämpfen Pech, wo am Ende nur ein Duell den Unterschied machte. Sydnee Ingendorn geht mit höchster Vorsicht an den Wettkampf ran und wird den Gegner keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. „Ich gehe davon aus, dass dieses Team höchstmotiviert sein wird. Sie werden ein besseres Ergebnis anstreben als letztes Jahr und entsprechend vorbereitet sein. Auch ihre Gastturner aus Norwegen und Lettland sind Top- Leute.“ Ein entscheidender Schlüsselfaktor wird die Fehlerquote sein. „Wir müssen unsere Übungen auf Position drei und vier gnadenlos sauber präsentieren. Dann sieht es gut aus.“ Eine Analyse der Teams ergab im Vorfeld, dass in der dritten Liga der Fehlerquotient ebenfalls genauso wichtig erscheint wie in der zweiten Liga. „Die Ausgangswerte der Übungen sind teilweise sehr ähnlich in dieser Liga. Da geht es am Ende ganz einfach um die Ausführung.“

 

Trotz der Vorsicht scheinen die Turner in den kommenden Wochen sowohl körperlich als auch mental auf den richtigen Weg zu sein. „Unser Mannschaftstraining läuft höchst motivierend und die Jungs, speziell die jüngeren Turner, sind heiß endlich Vollgas zu geben und Verantwortung übernehmen zu können. Wir wollen natürlich den Auftaktwettkampf gewinnen. Alles andere wäre gelogen.“ Und zum Thema Aufstieg gibt der Trainer dann doch zu. „Träumen darf man und am Ende ist Erfolg kein Glück. Wenn wir die Chance auf Platz eins oder zwei sehen, werden wir auch danach greifen.“ Dazu passt dann auch das Motto in dieser Saison – Jetzt erst recht.

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Info

Die Heimwettkämpfe werden wieder im selbst titulierten Hexenkessel des KTTO in der Sporthalle, der Heinrich- Böll- Gesamtschule stattfinden.

 

21.09. gegen die TSG Sulzbach

19.10. gegen den TSV Grötzingen/ Karlsruhe

09.11. gegen die KTV Hohenlohe

 

 

Der Eintritt ist wie gewohnt frei.

 

 

 

 

 


Termine Wettkämpfe 3. Bundesliga-Nord

Heimwettkämpfe

Auswärtswettkämpfe


21.09.19 KTTO - TSG Sulzbach 14.09.19 TV Isselhorst - KTTO
19.10.19 KTTO - TSV Grötzingen 28.09.19 TZ Bochum/Witten - KTTO
09.11.19 KTTO - KTV Hohenlohe 26.10.19 TV Hösbach - KTTO
      16.11.19 TV Weißkirchen - KTTO