2. Bundesliga-Nord

Turner vor schwerer Saison

 

.Donsbach verletzt, Verhofstad gesperrt

Nach der nervenaufreibenden Saison im vergangenen Jahr und dem knappen Verhindern des Absteiges in Liga drei, stehen die Vorzeichen in dieser Saison für das Kunstturnteam Oberhausen um TC Sterkrade 69 wieder nicht besonders gut. Michael Donsbach, der nach fast überstandenen Handgelenksproblemen, im Oberligafinale die Mannschaft zum Sieg führte, zog sich danach eine Schulterverletzung zu an der er über dem gesamten Sommer laborierte und ihn immer noch behindert. „Das sind keine schweren Verletzungen. Es hängt am Ende auch alles mit seinem Wachstum zusammen. Das Einzige was uns bleibt ist abzuwarten und hoffen, dass die eingetretene Besserung sich so gut wie im Moment weiterentwickelt. Aber er wird uns zu Beginn der Saison definitiv fehlen.“ Sieht Trainer Sydnee Ingendorn wenig Chancen, dass Donsbach an alter Stärke direkt anknüpfen kann. Somit fehlen dem Trainer direkt zum Ligaauftakt wichtige Übungen an den Ringen und am Barren. „Wir können diese beiden Übungen kaum bis gar nicht kompensieren.“ So Cheftrainer Siegfried Ingendorn.

 

Neben Donsbach wird auch der niederländische Turner Bram Verhofstad nicht zur Verfügung stehen. Da sich Verhofstad für das Top Team der Niederlande bezüglich Tokio 2020 empfohlen hat, werden seine Einsätze stark kontrolliert und reglementiert vom niederländischen Verband. Da im Oktober die Weltmeisterschaften zudem stattfinden werden, wird der Top- Scorer des KTTO nur am Ende der Saison unter Umständen eingesetzt werden können.

 

„Mit Bram und Michael verlieren wir zwei Top- Scorer an entscheidenden Geräten. Das sind nicht die besten Vorzeichen, aber wir machen aus der Not eine Tugend.“ So Sydnee Ingendorn. Denn mit Jermain Grünberg und Rick Jacobs stoßen zwei junge Niederländer ins Team, die auch in Zukunft das KTTO unterstützen und ähnlich wie Bram Verhofstad damals sich über die Bundesliga auch weiterentwickeln könnten für höhere Aufgaben im eigenen Land. Von Seiten des KTTO werden speziell die etablierten Turner Matthias Bramkamp, Kai Berner, Mirco Osting und André Sauerborn die Säulen des Team darstellen und durch Jacob Guthke, Moses Guthke, Luca Padalewski und Timo Balk adäquat ergänzt werden. „Wenn wir ganz ehrlich sind, ist es den jüngeren Turnern immer noch nicht gelungen die Älteren aus dem Team zu turnen. Möglicherweise sind die nun häufigeren Einsätze ein Motivationsschub noch ein Schüppe drauf legen zu können.“ Erhofft sich Ingendorn durch die vermehrten Geräteeinsätze einem Leistungsschub nach vorne.

 

Am 22. September starten die Oberhausener gegen Eintracht Frankfurt in die Saison. Der Aufsteiger aus Hessen präsentierte sich im letzten Jahr sehr stark und sie zeigen eine ausgeglichene Besetzung an den Geräten. „Das ist ein vorentscheidendes Duell um die Klasse. Verlieren wir den Wettkampf, wird das eine ganz schwere Aufgabe bis zum Saisonende.“ So der Chef Siegfried Ingendorn.

Sydnee Ingendorn will aber speziell in den Heimwettkämpfen alles von seinen Turnern abfordern „Unsere treuen Anhänger sollen bei unseren drei Heimwettkämpfen von unserem Team begeistert werden. Egal wer von uns an die Geräte geht, soll über sich hinauswachsen. Das haben unsere Anhänger und das Team verdient.“